Ambulante Operationen
Eine Phimose (Vorhautverengung) entsteht, wenn sich die Vorhaut der Penis-Eichel nicht oder nur sehr schwer zurückschieben lässt.
Die Ursachen können je nach Alter und Situation unterschiedlich sein:
1. Angeborene (physiologische) Phimose
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Bei Kindern und Babys normal:
Fast alle Jungen haben direkt nach der Geburt eine enge Vorhaut, die mit der Eichel verklebt ist.
Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus und löst sich meist im Laufe der Kindheit von selbst (oft bis zum 5.–7. Lebensjahr, manchmal auch später). -
Keine Krankheit, solange es nicht zu Beschwerden kommt.
2. Erworbene (pathologische) Phimose
Hier wird die Vorhaut später im Leben enger, oft durch:
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Wiederholte Entzündungen
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Balanitis (Eichelentzündung) oder Balanoposthitis (Eichel- und Vorhautentzündung) können Narben bilden → Vorhaut verliert Elastizität.
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Kleine Verletzungen / Einrisse
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Z. B. durch gewaltsames Zurückziehen der Vorhaut bei Kindern oder beim Geschlechtsverkehr → Narbengewebe zieht sich zusammen.
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Hauterkrankungen
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Lichen sclerosus (chronisch-entzündliche Hautkrankheit) kann die Vorhaut vernarben lassen.
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Diabetes mellitus
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Begünstigt Pilz- und Bakterieninfektionen im Genitalbereich → erhöhtes Risiko für Vernarbung.
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Ungenügende oder übertriebene Hygiene
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Zu seltenes Waschen → Entzündungen.
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Zu aggressives Reinigen → kleine Verletzungen.
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Zunächst erfolgt i.d.R. eine Salbentherapie. Sollte diese nicht erfolgreich sein, ist eine operative Entfernung der Vorhaut angezeigt. Diese führen wir in unserem kleinen OP in Lokalanästhesie vor Ort durch.
Eine Botox-Injektion in den Detrusor (Harnblasenmuskel) wird vor allem eingesetzt, um eine überaktive oder spastische Blase zu behandeln – z. B. bei neurogener Detrusorüberaktivität (z. B. bei MS, Querschnittlähmung) oder idiopathischer überaktiver Blase, wenn Medikamente nicht helfen.
Wie läuft der Eingriff ab?
1. Vorbereitung
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Aufklärung & Einwilligung des Patienten.
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Ausschluss einer Harnwegsinfektion (Urinprobe vorher).
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Meist lokale Betäubung mit Sedierung oder Kurznarkose – abhängig vom Patienten und der Klinik.
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Blasenfüllung mit steriler Kochsalzlösung, damit die Blasenwand sichtbar und gespannt ist.
2. Zugang
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Die Injektion erfolgt endoskopisch über die Harnröhre.
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Ein flexibles oder starres Zystoskop wird eingeführt, um die Blaseninnenwand darzustellen. Sie können den Eingriff live auf dem Bildschirm mitverfolgen - wenn Sie mögen.
3. Injektionsmuster
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Botulinumtoxin Typ A (meist OnabotulinumtoxinA, z. B. Botox® oder Dysport®) wird mit Kochsalzlösung verdünnt.
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Typische Dosis:
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Neurogene Detrusorüberaktivität: meist 200–300 Einheiten.
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Idiopathische OAB: meist 100 Einheiten.
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Verteilung: 10–30 kleine Injektionen (meist 1 ml pro Punkt) in die Blasenwand.
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Injektionsorte: gleichmäßig über den Detrusor verteilt, nicht in den Blasenhals (um Harnverhalt zu vermeiden).
4. Technik
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Eine spezielle Injektionsnadel wird durch den Arbeitskanal des Zystoskops vorgeschoben.
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Nadel ca. 2–3 mm tief in den Detrusor einführen.
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Langsam injizieren, um Rückfluss zu vermeiden.
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Nach jeder Injektion kurz warten, dann weiter zum nächsten Punkt.
5. Nachsorge
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Nach einer kurzen Überwachungszeit können Sie die Praxis wieder verlassen.
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Mögliche Nebenwirkungen:
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Harnverhalt (gelegentlich notwendig, intermittierender Selbstkatheterismus zu lernen).
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Harnwegsinfekte.
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Selten Blut im Urin.
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Wirkung tritt nach ca. 3–7 Tagen (maximale Wirkung nach ca. 14 Tagen) ein, hält im Schnitt 6–9 Monate an, dann ggf. Wiederholung.
Eine Vasektomie ist ein kleiner chirurgischer Eingriff zur dauerhaften Verhütung beim Mann. Dabei werden die Samenleiter durchtrennt oder verschlossen, sodass keine Spermien mehr in die Samenflüssigkeit gelangen. Das bedeutet: Beim Samenerguss kommt weiterhin Flüssigkeit, aber ohne befruchtungsfähige Spermien.
Wie läuft eine Vasektomie ab?
Der Eingriff ist relativ unkompliziert und wird meist ambulant durchgeführt:
1. Vorbereitung
- Gespräch mit dem Arzt (Aufklärung, Risiken, Entscheidung)
- Rasur im Bereich des Hodensacks (falls nötig, selbstständig zuhause)
2. Betäubung
- Lokale Betäubung des Hodensacks (keine Vollnarkose nötig)
3. Eingriff (ca. 15–30 Minuten)
- Zwei kleine Schnitte im Hodensack
- Die beiden Samenleiter werden freigelegt
- Sie werden durchtrennt, verödet oder abgebunden
- Danach wird alles wieder verschlossen
4. Nach dem Eingriff
- Leichte Schmerzen oder Schwellung für ein paar Tage möglich
- Kühlung und Schonung helfen
- Nach etwa einer Woche ist man meist wieder voll belastbar
Wichtig zu wissen
- Nicht sofort wirksam: Es dauert einige Wochen bzw. mehrere Samenergüsse, bis keine Spermien mehr vorhanden sind. Eine Kontrolluntersuchung ist nötig.
- Dauerhaft: Eine Rückgängigmachung ist zwar möglich, aber nicht garantiert erfolgreich.
- Hormonhaushalt bleibt gleich: Testosteronproduktion, Libido und Erektion werden nicht beeinflusst.
- Schutz vor Krankheiten: Eine Vasektomie schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen.